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Eigentlich ist Markus Staudt ja schon wirklich lange dabei. Ganz früher stand der Sänger und Songwriter aus Hamburg regelmäßig mit seiner Band Dandruff Remedy  (»Die Ärzte mit Einflüssen von AC/DC, aber noch infantiler…«) auf der Bühne, bis er sich irgendwann sicher war, dass jetzt mal etwas anderes kommen muss. Seit einigen Jahren ist Markus nun als Solo-Künstler immer wieder zu Gast bei Songwriter-Slams in Hamburg und Umgebung, wo er sich mit eigenen Songs eine kleine Fangemeinde erspielt hat. Immer noch mit deutschen Texten, die in ihrer ganz eigenen Mischung aus (Selbst-) Ironie und Nachdenklichkeit im Gedächtnis bleiben, dabei aber immer ausreichend Abstand zu bekannten Genre-Klischees halten. Denn: »Es ist nicht alles ernst, was schimpft, und nicht alles lustig, was lacht.«

Eigentlich war ja der Plan, das aktuelle Repertoire im Alleingang einmal ganz ungeschminkt — nur mit akustischer Gitarre und Gesang — auf einer CD festzuhalten. Statt dessen ist es nun etwas mehr geworden: Durch die eher zufällige Begegnung im Internet mit Stefan Schaden, einem Gitarristen aus Essen, entstand die Idee, einige der Songs mit einem Band-Arrangement zu versehen, ohne dass deren Charakter dadurch verloren geht: Die Titel sind meist sparsam arrangiert, geprägt von Gitarren und mehrstimmigem Gesang. Und aus der virtuellen Begegnung ist inzwischen eine feste Zusammenarbeit geworden, bei der beide auch schon mal zusammen live auftreten.

Eigentlich sollte das ganze Album ja schon im letzten Jahr erscheinen (gut, vielleicht auch im vorletzten), aber es kam dann immer wieder anders. Also erscheint es jetzt »in Stücken« und wird erst zum Schluss »am Stück« kommen. Auch gut, oder vielleicht sogar noch besser: Denn die erste Single»Als ich zehn war« ist ab sofort bei allen wichtigen Online-Stores zu haben. Und die nächste wartet schon.

Übrigens: Eigentlich wird auch einer der Titel auf der CD heißen. Eigentlich kein Wunder.