Bushido und sein Bambi – eine echte Surrealsatire

11. November 2011 | Von | Kategorie: GEDANKENBLOG - AKTUELL

Mir fehlen echt die Worte. Bushido hat einen Bambi bekommen für -und das lasst Euch mal auf der Zunge zergehen- Integration !

Klasse, man muss also nur jahrelang Kasse machen mit Texten wie „Ein Schwanz in den Arsch, ein Schwanz in den Mund, Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst“, sich überzeugend ein Image aufbauen als homophob, frauenfeindlich, gewaltbereit und sich überhaupt so arschlöchrig wie möglich geben und DANN ganz plötzlich über Nacht die Erleuchtung haben, dass das alles falsch war und Integration eigentlich total wichtig ist und so…

Seine medienwirksame Versöhnung mit Sido, sein Versuch sich als Filmstar in der unfreiwilligen Komödie  „Zeiten ändern Dich“ zu etablieren, seine mehr schlecht als recht gesitteten Auftritte in Fernsehshows…. Sicher nur Zufall dass das alles zu einer Zeit passiert in der er als Musiker zunehmend in der Versenkung verschwindet und das nicht zuletzt deswegen, weil gegen ihn noch einige Verfahren laufen wegen Urhebrechtsverletzungen. >Er hat fast alle Bestandteile seiner beats zusammengeklaut.

Wenn man also so eine Kehrtwendung so öffentlich und laut wie möglich vollzieht, ist sie  automatsich glaubwürdig und muss auch honoriert werden. Wer gestern zufällig die Bambiverleihung gesehen hat (So etwas guckt man schließlich genausowenig mit Absicht, wie man zugeben würde die Bildzeitung zu lesen…) hat sich bestimmt auch über die Laudatio von Peter Maffay gewundert. Nichts gegen sein Engagenent für Multikulti, aber der gute Peter hatte offenbar überhaupt keinen Plan, wen er da in den Himmel lobt. Als „Vorbild“ hat er ihn vorgestellt und Sätze von sich gegeben, wie „Wir kennen uns zwar nicht, sind aber beide Musiker“. Ja danke auch…. das wollte ich doch nur wissen.

Dass Peter Plate von der Band „Rosenstolz“ sich nach Erhalt seines Bambis vor laufender Kamera gegen die Ehrung von Bushido aussprach, war in meinen Augen sehr mutig.

Manche mögen es vorhersehbar gefunden haben und als kalkulierte kleine Eskalation in dieser ansonsten erschreckend langweiligen Sendung, aber ich habe ihm die Nervosität angemerkt und ihm abgenommen, dass es ihm ein Bedürfnis war eine Grenze zu ziehen zwischen sich und Bushido. Die Chuzpe muss man erst mal haben. Hut ab dafür!

Einen sehr guten Kommentar zu diesem Thema habe ich gestern auf einem anderen Blog gefunden. Da sind auch noch gleich ein paar Texte von Bushido verlinkt, nur damit Ihr mal nachlesen könnt, was für ein Typ da gestern im Frack auf Schwiegermutteralptraum gemacht hat:

http://www.kosebamse.de/2011/11/10/bambi-fuer-bushido

Ich habe ja schon vor länger Zeit meine Meinung über Bushido musikalisch aufbereitet.

In diesem Sinne verabschiede ich mich mit einem Zitat von ihm:

Fick Rap und ich fick den Rest der Welt.
Fick auf Keep it real. yoa! Ich liebe Geld.
Mit den Eiern bis zum Boden ficken wir auf Rap.
King Orgasmus One, Sultan Hengzt, Sonny Black.
Fick Hip-Hop. yoa!(…)yoa!
Ich greife mir das Mic und rufe einfach Fuck yoa!
Ich bin der King und verliebe mich in mich selbst
und spritz dir dabei ins Gesicht.

 

Ach ja und ich hätte gerne, dass Sarah Palin auch einen Bambi bekommt… Für Ihre Verdienste um Allgemeinbildung !

2 Kommentare auf "Bushido und sein Bambi – eine echte Surrealsatire"

  1. Jens sagt:

    hm.. ich finde Bushido klasse. Zumindest das Lied mit Karel Gott. Allerdings bin ich nicht mit seinem Gesamtwerk vertraut und kenne nur diesen einen Titel. Warum schicken wir den Bushido eigentlich nicht nach Baku ?

  2. leroy sagt:

    Jetzt muss ich dass doch noch mal kommentieren, wenn es auch schon längst aus den aktuellen News verschwunden ist. Zu Bushido kann man nur sagen:

    Man kann einen Gangsta Rapper aus der Gosse holen, aber die Gosse nicht aus einem Gangsta Rapper…

    Anm. leicht abgewandeltes Zitat aus „Password Swordfish“

Schreibe einen Kommentar