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Das kann man sich zusammen reimen...

Manche Idee wird "nur" ein Gedicht. Meistens ist das Ergebnis einfach nur albern oder der Versuch lyrisch zu wirken. Manche sind gelungen...

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PROSA

Anakin Skywalker hat Star Wars ruiniert

VOM BLONDSCHOPF HIN ZUM SCHWARZEN LORD
VOM SÜSSEN KIND ZUM MASSENMORD
DAS HÄTTE SPANNEND WERDEN SOLLEN
STATTDESSEN: SCHLECHT BESETZTE ROLLEN

EIN ANAKIN SO GRENZDEBIL
DA FEHLT ZUM SCHWACHSINN ECHT NICHT VIEL
UNGLAUBWÜRDIG UND NAIV
ER STEIF DURCH DIE KULISSEN LIEF

VON ECHTEN QUALEN KEINE SPUR
NUR OBERFLÄCHLICH ‘NE TORTUR
MIT EWIG GLEICHER SCHMOLLVISAGE
EIN OVERACTING VOLL-KNALLCHEARGE

WER HAT DENN NUN DEN SPASS VERDORBEN?
DURCH WEN IST STARWARS ECHT GESTORBEN?
WAR ES ETWA ERZWODEZWO?
NA JA DER KLEINE PIEPSER GEHT SO

NEIN, WIE BEI ALLEM GEHTS ES IMMER
WENNS SCHON SCHLIMM IST, NOCH VIEL SCHLIMMER:
DER ANAKIN WARS’ ECHT, ICH SCHWÖR’S
COOL WÄRE DOCH, WENN WALTER MOERS

EIN ANA-COMIC MACHEN WÜRDE
DAS DANN STOPPT DER PORNO HÜRDE
WEIL ANAKIN SO PENETRIERT
WÜRD’, DASS ER DEN VERSTAND VERLIERT

AHHRG ICH HASSE DEN SO SEHR
DER LIEGT MIR ECHT IM MAGEN QUER
UND DIE MORAL VON DER GESCHICHT?
ICH SAGS HIER JEDEM INS GESICHT:

SELBST AUF BLURAY/DVD
TUT ANAKIN NOCH ÜBEL WEH
NUR MIT UNMENGEN VON VINO
GEHT’S ETWAS BESSER ALS IM KINO

Resteverwertung (12.02.10)

Manchmal reicht eine Idee
nicht weit genug, dass ich sie se…
…hen kann, ist einfach noch zu nah
stellt sich nicht scharf und wird nicht gar

Und DANN mit einem Male flutscht
sie plötzlich aus mir raus und rutscht
ich würde sagen ziemlich keck
schnell von mir fort, sie will wohl weg

Ich jage Ihr dann hinterher
Sie lacht und machts mir richtig schwer
Dann windet sie sich, ist so glatt
wie Seife in `nem Wasserbad

Bekomm’ ich sie dann doch zu fassen
kann ich nicht mehr von ihr lassen
und so entstehen hin und wieder
(nicht oft genug) dann neue Lieder

Die anderen Ideen bleiben
oft ohne Töne, müssen leiden
sind sozusagen Reimrückstände
und landen dann an ihrem Ende

Als Prosa-Light in meinem Blog
Ich bin sie los, hab auch kein Bock
mehr mich zu kümmern, is’ halt fies
Sollen sie doch sehen wer sie noch lies…t

.

Mein Achilles Fers äh… Vers

(Frei nach Wolfgang Petersen)

…Und so sprach Achilles’ Ferse:
“Ich bin hart und stark ist wer ‘se
mittendurch trennt, zipp zarapp
da beißt die Maus kein’ Faden ab”

Dem Paris letztlich glückte diese
unerhörte und auch fiese
hinterrücks geführte Tat
und er hatte den Salat.

Denn eigentlich ist er der Gute
auch wenn’s fehlt an wahrem Mute
und trotzdem ist sein Ruf im Arsche
stattdessen ist Achill, der barsche…

…ungehobelt Kerl der Sieger,
ist aller Herzen Überflieger.
Und so gibt es dann am Ende
eine unverhoffte Wende

Nicht Paris hat zum Schluss gesiegt
(Obwohl er Helena ja kriegt)
Nein, letztlich ist für ihn nur shit,
dass er nicht aussieht wie Brad Pitt

.

Große Hände

Als Kind (Ich hatt’ normale Hände)
nahm mein Leben eine Wende
Schon Bald macht’ ich mir so Gedanken
warum krich ich so große Pranken?
Dann die Jugend, es wurd schlimmer
passt ich kaum noch in mein Zimmer
Hände groß wie Autoreifen
konnt’ trotzdem nie ‘ne Frau abgreifen

Petting konnt ich stets vergessen
musst’ stets mit andrem Maßstab messen
Wo Andere von “‘ner Handvoll” schwärmen
konnt ich noch lang nicht mich erwärmen

Denn DollyBusters Gummidinger
passten mir zwischen zwei Finger
Um mich zu freuen, bräuchte es schon
ne Braut mit so viel Silikon…

…dass, wenn man sie von vorn betrachtet
halt keiner auf die Füsse achtet
Erstens, weil man die nicht sieht
und zweitens, weil die Braut meist kniet…

.

Die Brumm-Lampe

Auf einer wahren Begebenheit beruhend (einenm lockeren Rotweinabend mit ein paar Arbeitskollegen samt Anhang), schrieb ich diese Zeilen nur mit dem Ziel meine liebe Kollegin zu ärgern ( Was mir gelungen ist! ):

Es ist so weit, meiner Kollegin
ist wieder mal was peinlich
Die Story ist sogar recht schmutzig
Die Kollegin eigentlich reinlich

Der Abend fängt recht locker an
man lernt sich halt so kennen
Der Hammer kommt von ihrem Mann
und sie will nur noch rennen…

Ihr Mann -also ihr Götter Gatte
ein Faible hat für’s Nähen
er macht das Kästchen auf und hatte
mit Plaudern kein Problem >(Habt Ihr’s gemerkt? Diesen Tollen verstecken Hinweis auf “Aus dem Nähkästchen plaudern?”)

Er sieht rot an diesem Abend
Nicht vor Wut, sondern vor Wein
und am sechsten Glas sich labend
leitet er die Story ein:

“Wohlan”, beginnt er, “ich brauchte mal
etwas Klebeband geschwind
Weil ich grad’ unabkömmlich war
schickt’ ich einfach schnell mein Kind”

“Geh schnell mein Schatz, zum SCHREIBtischschrank
und bringe mir das Band”
Warscheinlich war sie Ohrenkrank
weil sie was andres fand

Im NACHTtisch nämlich suchte sie
und wurde sogar fündig
Neugierig wurd’ sie dann wie nie
und fragte kurz und bündig:

“Papa. sag was ist das hier?
was gar so lustig brummt?”
Und zeigte ihm ‘nen dicken Stab
der ohne Lampe summt

Alles lacht und alles schreit
die Story ist auch witzig
Nur meine Kollegin schaut recht ernst
und ist auch schon ganz schwitzig

Sie wusste es die ganze Zeit
Sie sieht’s mir deutlich an
dass mich bereits das Reimen freut…
…und ich sie nun mal kann

.

Brillen

Rosa ist sie nicht mehr
Unbemerkt ausgeblichen
Farblos geworden
Sie wird abgesetzt, weil eine Neue günstig zu bekommen ist
Mancher nimmt sie noch mal in die Hand
das Gestell ist solide
Es fühlt sich gut an
vertraut
setzt sie noch einmal auf und wundert sich
Nicht mehr rosa…
Aber man kann viel besser durchschauen als vorher

.

Mein Lesezimmer

Ein wirklich albernes Teil. Das sollte vor Jahren mal ein Song werden (Wir waren Jung und braucheten das Geld), aber letztendlich… :

Mein eigenes Lesezimmer
So gerne sitze ich da drauf
Täglich, und am liebsten immer
Ich steh‘ so ungern wieder auf

Auf meiner eigenen Toilette
Gehen zwei Stunden ganz schnell rum
Nur beim Aufstehen, jede Wette
Fällt man erst mal wieder um

Im Grunde mag ich jedes Klo
Denn nur dort steh’ ich mein‘ Mann
Und erst recht macht es mich froh
Wenn man es auch verschließen kann

Im Grunde reichten auch Latrinen
Es ist nur wichtig, dass man weiß
Da geht’s tief runter wie auf Schienen
Und da liegt eine Menge…

Hach ja, ich und mein Abort
Wir zwei gehören dicht zusammen
Bin ich fertig und muss fort
Könnt’ ich sofort wieder anfangen

Jeder braucht mal ein Klosett
Ich brauch es allerdings zum Leben
Denn ich kann essen, werd‘ nicht fett
Da würd so Mancher was drum geben

.

Frühling

abgestandenes Vehikel für Abermillionen Verse
Und dann, mit einem Mal fällt die Überheblichkeit von einem ab
Immer wenn man denkt, die elende
kalte Feuchtigkeit hat ihn für immer vergrault
kommt er vorbei als wäre nichts gewesen.
Als würde er sich wundern
über all die verhärmten Gesichter um ihn herum
und dann ahnt man mehr, als dass man sie begreift
diese unbändige Energie
welche er in den Minuten seines meist flüchtigen, ersten Durchscheinens beschwört.

.
Fuffzich

Auch Schwiegermütter brauchen Liebe. Meine ist ganz cool und so hab ich Ihr zum 50ten Geburtstag Folgendes mit auf den Weg gegeben:

Vor 15 Jahren, da guckst Du ne?
warst Du noch 35…
Exakt so alt, wie ich nun bin
Ich sag Dir, eines weiß ich:

Damals kamst Du mir bereits
genauso vor wie heute.
„Beide – Die Tochter und die Muddi
sind ganz schön heiße Bräute“

Der Abstand zwischen uns bleibt gleich
15 Jahre oben drauf
Prozentual gesehen dagegen
hol ich langsam aber sicher auf

So warst du Neunzehnneunundachzig
43 Prozent weiter
heut’ dagegen sind’s noch 30
das stimmt einen doch heiter.

Wenn Du dann 65 bist
also in 15 Jahren
bin ich ein Viertel jünger noch
doch mit deutlich wen’ger Haaren

Nun lass uns doch mal weiterschauen
wie alt müsten wir werden
Bis wir so gut wie gleichalt wär’n
die ältesten auf Erden.

Wärst du 500 Jahre alt
würden drei Prozent uns trennen.
Wollt ich auf ein Prozent mich nähern
wir hätten lang zu pennen.

Denn schlafen müssten wir bestimmt
sonst wird die Zeit zu lange
1500 wärst Du dann
da wird mir dann doch bange.

So kehre ich aus der Zukunft
schnell zurück wieder ins Heute
Gegen das wie alt wir gerade war’n
sind wir noch junge Leute.

Wenn Du jetzt auch noch das bedenkst:
man ist so alt ist wie man sich
fühlt, dann bist Du eigentlich
genaugenommen erst zwansich…

.

Zum Vierzigsten…

40 ist ja ganz schön alt
Der Bart wird grau, die Füße kalt
Die Zähne gelb, der Kopf wird kahl
Doch irgendwie ist das egal

RELATIV – Das Zauberwort
Dank Einstein bleibt das Alter fort
Denn im Verhältnis zur Geschichte
erstrahlst Du in ganz andrem Lichte

Wenn man die Zeitachse der Welt
Mal so neben Dein Alter stellt
Dann sieht man gut und ist verdutzt
Du bist fast neu – noch kaum benutzt

Wann immer Dich die Leute fragen
Wie alt Du bist, dann kannst Du sagen:
„Tja wenn man es, Global betrachtet
Kommt’s drauf an, worauf man achtet“

Achtest Du auf Deine Falten?
Und auf Deine Zehen, die Kalten?
Oder schaust Du stur nach vorn
Und fühlst Dich dann wie neugebor’n

Auch wenn bald die Gelenke plagen
Und Deine Ohr’n den Dienst versagen
liegt vor Dir noch viel neues Land
unerschlossen, unbekannt…

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